Diagnose & Therapien

Was macht ein Neurologe?

Das Gebiet der Neurologie umfasst sämtliche Bereiche des zentralen (Gehirn, Rückenmark) und peripheren (Nerven) Nervensystems und die Muskulatur. Da unser Nervensystem unser Denken, die Sprache, alle Sinnesorgane, die Bewegungen, das Gehen und das Fühlen steuert und koordiniert, sollten Störungen dieser Funktion zu einer Vorstellung beim Neurologen führen.

BiofeedbackDurch eine Befragung der Beschwerden und gezielten körperlichen Untersuchung wird dann entschieden, ob noch weitere Untersuchungen nötig sind. Messungen der Hirnströme (EEG), Muskeln und Nerven (EMG, NLG) sowie die Lumbalpunktion und Laboruntersuchungen werden in der Praxis durchgeführt. Für eine Bildgebung (Röntgen, Ultraschall, CT, MRT, Gefäßdarstellung) erfolgt eine gezielte Überweisung. Operationen am Nervensystem werden durch Neurochirurgen durchgeführt.

Nachdem die Ursache einer neurologischen Erkrankung diagnostiziert und der Patient aufgeklärt wurde, wird meist eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Bei chronischen Erkrankungen müssen die Medikamente regelmäßig überprüft und ggf. angepaßt werden. Es gibt aber heutzutage immer noch eine Vielzahl von Krankheiten, für die es keine Therapie gibt.

Bei welchen Beschwerden kann der Neurologe Ihnen helfen?

  • Ohnmachts- oder Krampfanfälle
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Doppelbilder, Seh- oder Sprachstörungen
  • Sensibilitätsausfälle
  • Muskellähmungen und Feinmotorikstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Gangstörungen und unklare Stürze
  • Gleichgewichtsstörungen

Diagnose & Therapieangebote der Praxis

EEG (Hirnstrommessung)

Gehirn-Scan KindDie EEG-Untersuchung (Elektroenzephalographie) wird zweimal im Monat (jeweils dienstags von 9 Uhr bis 13 Uhr) angeboten.
Es handelt sich dabei um eine schmerzlose Ableitung der elektrischen Hirnaktivität mit Elektroden, die am Kopf angebracht werden, um Hinweise für das Vorliegen einer Epilepsie zu finden. Die Untersuchung dauert 20–30 Minuten. Dabei sitzen Sie entspannt in einem Liegesessel.

EMG / NLG (Muskel- und Nervenmessung)

Die EMG-Untersuchung (Elektromyographie) wird mittels kleiner Nadelelektroden durchgeführt, die in einen oder mehrere Muskeln gestochen wird. Die Aufzeichnung der Muskelaktivität erlaubt Rückschlüsse auf eine Muskel- oder Nervenerkrankung. Die NLG-Untersuchung (Nervenleitgeschwindigkeit) misst mittels leichter Stromimpulse die Nervenleitung an Armen und Beinen, somit können Nervenkompressionen oder Nervenerkrankungen entdeckt werden.

Video-unterstütze Parkinsontherapie

In Zusammenarbeit mit der Charité und einigen bestimmten Krankenkassen (integrierte Versorgung) wird bei Ihnen zu Hause für 4 Wochen eine Videoanlage installiert. Damit können Sie gezielt Ihre Parkinson-Symptome aufzeichnen und der Arzt Ihre Behandlung optimieren. Ein Krankenhausaufenthalt kann somit vermieden werden.

Lumbalpunktion

Die Entnahme von 6 ml Nervenwasser (Liquor) aus dem Wirbelkanal im Bereich der unteren Wirbelsäule ist in der Neurologie eine oft durchgeführte Routineuntersuchung, um eine Entzündung im Nervensystem nachzuweisen. Bei bestimmten Formen der Gangstörung (Normaldruckhydrozephalus) wird sie aber auch therapeutisch angewandt.

Behandlung mit Botulinumtoxin

BotulinumtoxinBei bestimmten Verkrampfungen der Muskulatur im Gesichtsbereich (Blepharospasmus), Halsbereich (Torticollis, Dystonie) oder der Arme (Spastik nach Schlaganfall) kann durch die Behandlung mit Botulinumtoxin-Spitzen eine Linderung bis zu 3 Monaten erreicht werden. Dann erfolgt zumeist eine erneute Injektion.

Infusionsbehandlung

Die Behandlung eines akuten MS-Schubes mit Cortison-Infusionen oder des MS-Verlaufes mit Tysabri erfolgt ambulant in der Praxis. Sollte einmal eine schwere Migräneattacke nicht auf Tabletten ansprechen, erfolgt eine Infusion mit ASS.